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Wer solche Freunde hat…
Verfasst von Matthias unter Naher Osten, Theorie am 15. März 2010
Die engen Beziehungen zwischen den USA und Israel ist vielen Realisten ein Dorn im Auge, widerlegt sie doch eine ihrer zentralen Annahmen, dass sich Staaten in der Außenpolitik einzig vom Interesse leiten lassen, ihre eigene Sicherheit (bzw. ihre Macht um Sicherheit herzustellen) zu maximieren. Klar, auch im Realismus werden Großmächte hierzu Allianzen mit kleineren Staaten eingehen. Diese bleiben jedoch nur so lange bestehen, bis die Kosten die Nutzen übersteigen.
Nun also die USA und Israel, diese engste aller Allianzen und eine recht ungleiche dazu. Die Weltmacht USA und der (außer nach militärischen Maßstäben) Zwerg Israel. Seit 1949 haben die USA ca. 100 Mrd. US$ in das Land gesteckt. Sie haben dabei geholfen ihr Militär mit neuester Technik aufzurüsten und sie haben ihr geballtes Gewicht im UN Sicherheitsrat eingesetzt, um Israel vor internationaler Kritik zu schützen. Und wieso das Ganze? Gleichzeitig haben sich die USA im Nahen Osten in eine schreckliche Position hineinmanövriert, nicht nur aber auch auf Grund ihrer uneingeschränkten Solidarität mit der Politik Israels. Ihr Einfluss in der Region schwindet auch aus diesem Grund immer mehr und die Amerikanische Militärpräsenz ist hierfür kein Gegenbeweis sonder vielmehr eine Bestätigung.
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State of the Union – Irak und Afghanistan nur als Randnotiz
Verfasst von Matthias unter Naher Osten am 31. Januar 2010
(Update am Ende)
Barack Obamas State of the Union Ansprache vor dem Kongress stand ganz im Zeichen der großen innenpolitischen Themen. Die Außenpolitik hingegen nahm eine klar untergeordnete Rolle ein (nur 16% der gesamten Redezeit, wenn man es genau wissen will.) Zum Thema Afghanistan und Irak wurde jedoch Eines klar: Die USA werden ihr Engagement an beiden Kriegsschauplätzen zurückfahren, und das unabhängig davon, wie sich die Situation vor Ort in den kommenden Monaten entwickeln wird.
Zum Irak bekräftigte der Präsident erneut das Abzugsdatum August 2010. In Obamas Rede hieß es: „Make no mistake: This war is ending, and all of our troops are coming home“. Der Präsident hätte sich an dieser Stelle mit einem geschickt gestreuten Nebensatz ein politisches Hintertürchen offen halten können, tat es aber nicht. Eigentlich hätte er jedoch allen Grund dazu gehabt. Was ist, wenn sich die Gewalt im Land bis zum Abzugstermin der US Kampftruppen im August 2010 nochmals verschärft und die Irakischen Sicherheitskräfte weiterhin nicht in der Lage sind, für ausreichend Sicherheit zu sorgen? Die zwei Selbstmordanschläge der letzten Wochen so kurz vor den wichtigen Parlamentswahlen, waren jedenfalls ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Situation wieder zum Schlechten wenden könnte.
Kleine Wahl, große Wirkung?

Hat die Konstellation im Kongress nur leicht verschoben - Scott Brown
Nach dem Wahlsieg des Republikaners Scott Brown in Massachusetts, der den Demokraten ihre Supermajorität von 60 Sitzen im Senat streitig gemacht hat, fragen sich einige Beobachter, was diese neue Konstellation im Kongress wohl für die Außenpolitik der USA bedeuten könnte. Im Grunde ist die Diskussion entbehrlich, denn Viel wird sich nicht ändern. Dies liegt, denke ich, an zweierlei.
Einerseits kann der sechzigste Sitz im Senat zwar innenpolitisch das Zünglein an der Waage spielen, für eine der größten außenpolitischen Befugnisse des Senats – dem Absegnen internationaler Verträge – ist die Sperrminorität jedoch nicht einundvierzig, sondern vierunddreißig. Die Zahl 67 ist hier Trumpf. Mit anderen Worten: Will der Präsident etwa beim Klimawandel oder beim bald anstehenden Non-proliferations Abkommen mit Russland aktiv werden, hätte er selbst bei einer Supermajorität von 60 Stimmen im Senat auf die Unterstützung von mindestens sieben Republikanern hoffen müssen. Und dies auch nur, wenn alle Demokraten im Sinne des Präsidenten gestimmt hätten. Hiervon ist jedoch nur bedingt auszugehen.
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Haitis “illegale” Einwanderer dürfen bleiben – vorerst
Verfasst von Matthias unter Lateinamerika am 19. Januar 2010

Haitianische Einwanderer bei einer Demonstration für Bleiberechte 2006 in Florida
Präsident Obama hat zuletzt schnelle Hilfe für Haiti angekündigt, wo sich die Situation nach dem katastrophalen Erdbeben von letztem Dienstag täglich zu verschlechtern scheint. Einen wichtigen (wenn auch kleinen) Schritt in die richtige Richtung hat seine Regierung nun mit der Ankündigung unternommen, Haiti einen temporary protected stauts (TPS) zuzusprechen. Dieser im US Zuwanderungsgesetz enthaltene Status schützt „illegale“ Einwanderer vor der Ausweisung in ihr Heimatland, wenn deren Sicherheit dort, etwa auf Grund politischer Unruhen oder Naturkatastrophen, nicht gewährleistet ist. Zum Rest des Beitrags »
Die US-Strategie im Jemen: Viel Militär- wenig Entwicklungshilfe
Verfasst von Matthias unter Naher Osten am 8. Januar 2010
Ob Präsident Obama tatsächlich aus den außenpolitischen Fehlern seines Vorgängers gelernt hat, könnte sich demnächst auch im Jemen zeigen. Das Land am Golf von Aden ist zuletzt ins Licht der Öffentlichkeit gerückt, nachdem bekannt wurde, dass Umar Farouk Abdulmutallab, der 23 jährige Nigerianer, der am 24. Dezember versucht hatte, ein Passagierflugzeug über den USA in die Luft zu sprengen, im Jemen ausgebildet und mit Sprengstoff versorgt worden war.
Tatsächlich ist das Land jedoch bereits seit langem im Visier des Amerikanischen Anti-Terror Kampfes. Dabei kann die Strategie der USA unter dem Motto: Viel Militär- wenig Entwicklungshilfe, zusammengefasst werden. Seit 2002 drängt Washington Präsident Saleh dazu, Al-Qaida Zellen im eigenen Land zu bekämpfen, und liefert hierfür im Gegenzug sowohl Geld als auch die notwendige Logistik. Ende Dezember erst hatten die USA die Regierung in Sana’a anscheinend erneut dabei unterstützt, Luftangriffe gegen Al-Qaida durchzuführen, bei denen es zum wiederholten Mal auch zu zivilen Opfern gekommen war. Die wütenden Reaktionen innerhalb der Bevölkerung ließen nicht lange auf sich warten, und sie richten sich wie gewohnt sowohl gegen die USA, als auch gegen die alliierte, aber geschwächte Zentralregierung.
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