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Straight talkin’ Joe?
Verfasst von Matthias unter Naher Osten am 16. März 2010
Die israelische Tageszeitung Yediot Ahronot bereichtet, dass US Vizepräsident Joe Biden der israelischen Regierung nach dem Affront von letzter Woche vorgeworfen habe, mit ihrem Verhalten die US Truppen in der Region indirekt zu gefährden. Diese Art der Kritik wäre durchaus ein Novum. Bisher hieß es meist: Was für Israels Sicherheit gut erscheint, kann für Amerikas Sicherheit nicht schlecht sein. Was Biden hier jedoch mehr oder wenig sagt ist, dass die USA nicht länger gewillt sind, die Sicherheitsinteressen beider Staaten als identisch anzusehen und darüber die eigenen Ziele in der Region zu vernachlässigen.
Wie Jeffrey Goldberg berichtet, hat das Weiße Haus sofort dementiert, dass diese Worte jemals gefallen sind. Das verwundert nicht wirklich, betrachtet man diese letzten Gallup Umfragewerte.

Wie es scheint, also doch Alles nur ein Missverständnis. Dumm nur, dass General David Patreus Heute vor dem Armed Service Committe des Senats die angeblich nie geäußerten Worte Bidens mehr oder weniger bestätigt hat:
The enduring hostilities between Israel and some of its neighbors present distinct challenges to our ability to advance our interests in the AOR. Israeli-Palestinian tensions often flare into violence and large-scale armed confrontations. The conflict foments anti-American sentiment, due to a perception of U.S. favoritism for Israel. Arab anger over the Palestinian question limits the strength and depth of U.S. partnerships with governments and peoples in the AOR and weakens the legitimacy of moderate regimes in the Arab world. Meanwhile, al-Qaeda and other militant groups exploit that anger to mobilize support.
Höre ich da etwa Paradigmenwechsel?




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